Grossbritannien: StandardX will Isotopenproduktion für Medizin und Fusion ausbauen
Das in Grossbritannien ansässige Unternehmen StandardX hat GBP 10 Mio. (umgerechnet rund CHF 11 Mio.) an Startkapital eingesammelt. Damit soll die nach eigenen Angaben «weltweit erste skalierbare Isotopenraffinerie» entwickelt werden, bei der eine beschleunigerbasierte Plattform zur Herstellung seltener Isotope zum Einsatz kommt.

Das britische Unternehmen StandardX konnte in der Startkapitalrunde umgerechnet rund CHF 11 Mio. einsammeln. Mit dem Kapital soll eine «skalierbare Isotopenraffinerie» zur Herstellung seltener Isotope entwickelt werden, die eine beschleunigerbasierte Plattform nutzt. Das Unternehmen will sich zunächst auf medizinische Isotope für die Krebsdiagnostik und -behandlung konzentrieren. Hergestellt werden sollen sowohl Isotope für die heutige medizinische Versorgung in Spitälern als auch solche für die Entwicklung künftiger Therapien durch Pharmaunternehmen. Die Pilotproduktion ist ab 2029 am ersten Industriestandort des Unternehmens in London geplant. Ziel ist es, mit der Isotopenraffinerie die derzeit weltweit begrenzten Produktionskapazitäten auszubauen und eine zuverlässige Versorgung mit seltenen Isotopen sicherzustellen.
Dieselbe Beschleunigerplattform soll später auch für die Herstellung von Isotopen für andere Industriezweige genutzt werden. StandardX will etwa Tritium als Brennstoff für die Kernfusion produzieren, der nur äusserst knapp verfügbar ist. Das Unternehmen habe bereits Vereinbarungen mit Entwicklern von Fusionsanlagen unterzeichnet, um Brennstoff für künftige kommerzielle Systeme bereitzustellen.
Quelle
B.G. nach NucNet, 25. September 2026
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