Südostasien als potenziell wichtige Wachstumsregion für die Kernenergie
Südostasien hat grosses Potenzial, sich zu einer bedeutenden Wachstumsregion für die Kernenergie zu entwickeln. Der Strombedarf in der Region könnte sich gemäss Rosatom-Generaldirektion bis 2050 aufgrund von Urbanisierung, industrieller Expansion und steigendem Lebensstandard möglicherweise verdoppeln.

Der Indonesien-Besuch des Generaldirektors des russischen Staatskonzerns Rosatom Alexej Lichatschew umfasste unter anderem ein Arbeitstreffen mit dem Präsidenten des südostasiatischen Landes, Prabowo Subianto. Anlässlich dieses Treffens liess Lichatschew verlauten, dass Länder, die traditionell auf Kohle, Gas und Wasserkraft angewiesen seien, nun Kernenergie in Betracht zögen, um die Energiesicherheit zu verbessern und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
Er sagte zudem, Indonesien steche aufgrund seines rasch wachsenden Wirtschaftswachstums und seiner ehrgeizigen Entwicklungsziele hervor. Im Rahmen eines Stromversorgungsplans habe Indonesien ambitionierte Vorhaben zum Ausbau von 7 GW Kernenergiekapazität bis 2040 und 35 GW bis 2060.
Der Inselstaat mit etwas 6000 bewohnten Inseln und damit Potenzial für kleine, modulare Reaktoren (SMRs) und schwimmende Kraftwerke habe dabei den Vorteil, bereits über drei Forschungsreaktoren, ausgebildetes Personal und eine solide nukleare Infrastruktur verfüge.
Quelle
N.E., nach NucNet, 15. Mai 2026
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